Clarke, Simon: A Basic Income for Russia?, 28.05.08

Introduction

The idea of a basic or citizens’ income rests on the principle that everyone is entitled to the resources which make possible at least a minimum standard of subsistence. This principle is well-established in those countries, particularly in Europe, with a developed welfare state tradition, although its implementation, even in those countries, is surrounded by qualifications centered on the obligation of able-bodied citizens to work and the restriction of public assistance to those who can prove their need for support, which are monitored by an enormous inhuman and incompetent bureaucratic apparatus of inspection, regulation and control. Moreover, the solidaristic welfare tradition is being eroded by individualistic approaches to welfare provision based on compulsory or voluntary, state or private insurance principles.

Frankman, Myron J: A Planet-Wide Citizen’s Income: An Espousal, 27.04.08

If the authors who are my companions in this volume have done a convincing job, there should be no need for me to restate the principles on which the case for a citizen’s income rests. While there are probably no instances of universal national citizen’s incomes, it was common during the heyday of the welfare state to find a range of separate programs that, taken together, approached to varying extents the underlying tenets advanced by citizen’s income advocates. While these programs may have fallen short with respect to the income goal, they represented a clear recognition that egalitarian principles of income and opportunity must be incorporated in the institutional arrangements of a society. Harmonious social reproduction depends in part on the adequacy of one’s financial resources and entitlements.

Weber, Thomas: Über neuere Ansätze zum Grundeinkommen, 11.01.08

Der Vorschlag eines allgemeinen, bedingungslosen Grundeinkommens, das jedem Bürger zustehen und ihm eine Grundversorgung ermöglichen soll, wird von Kritikern gern als unfinanzierbar und unrealistisch verworfen.

Doch gerade in einer Zeit, in der die Nationalstaaten durch supranationale politische Organisationen und global organisierte Kapitalmärkte in ihrer Wirkungsmächtigkeit marginalisiert werden und angesichts eines drohenden (und auf Grund demographischer Faktoren, von Globalisierung und Rationalisierung schon seit Jahrzehnten abzusehenden) Kollapses der Sozialsysteme in Deutschland fragt es sich, ob man es sich heute überhaupt noch leisten kann, auf die Diskussion hierüber zu verzichten.

Busilacchi, Gianluca: Two Problems, One Solution: The Earth Basis Income, 11.01.08

Abstract

The great inequality in the distribution of world resources is well represented by the co-existence of two opposite phenomena: the scarcity of resources that relegates billions of individuals in extreme poverty conditions, and the over-consumption of resources by a minority of inhabitants who waste and pollute the planet earth.

In addition to the serious ethical paradox produced by the combination of these negative forces, every year poverty and pollution cause severe economic losses, both directly and for negative externalities. Is it possible to reverse this ethical and economic paradox and find a joint solution to these two forms of world pollution?

Wirtschaftlicher und sozialer Umbruch weltweit…wann? UNO Vizegeneralsekretär José Antonio Ocampo im Interview mit Camilo Jimenez, 12.01.07

Interview* mit dem UNO Vizegeneralsekretär José Antonio Ocampo

Auch im Wirtschafts- und Sozialbereich ist der Prestigeverlust der UNO nichts Neues. Schon während der achtziger und neunziger Jahre büßte die Hauptabteilung für Wirtschaftliche und Soziale Angelegenheiten heftig an Einfluss ein, als die Weltbank und andere Organisationen die Zügel der Weltwirtschafts- und -sozialordnung übernahmen. Aus dieser Ohnmacht heraus zu kommen und eine regulierende und letztendlich definierende Rolle im wirtschaftlichen und sozialen Geschehen zu spielen, sind die Ziele des UNO Vizegeneralsekretärs José Antonio Ocampo. Im Gespräch mit dem AVINUS Magazin sprach der seit 2003 amtierende Leiter der Hauptabteilung für Wirtschaftliche und Soziale Angelegenheiten über Armut und Elend, über die Weltwirtschaftslage und über seine Bemühungen auf der weltpolitischen Spitze.

Klepzig, Sascha: Schöne Worte für das Klima. Merkel auf der Konferenz für Nachhaltigkeit in Berlin, 24.11.06

Während die Klimakonferenz in Nairobi weltweit Beachtung findet, bekam die am 26. September in Berlin stattfindende Konferenz zum Thema Nachhaltigkeit trotz Anwesenheit der deutschen Bundeskanzlerin wenig Echo. Die Jahreskonferenz des Rates für nachhaltige Entwicklung fand weitaus weniger Beachtung als die Islamkonferenz einen Tag später, was im damals durch die Opernabsetzung aus Terror-Angst aufgeheizten Klima nicht verwundert.

Allendorf, Leif: Neoliberalismuskritik, 10.10.06

In jüngster Zeit regt sich Unmut über den real existierenden Kapitalismus, und zwar auch in Kreisen, wo man dies nicht gewohnt ist. So forderte NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers kürzlich dazu auf, sich von der „Lebenslüge“ zu verabschieden, Steuersenkungen würden für mehr Arbeitsplätze sorgen. Sein Parteifreund, der Thüringer Ministerpräsident Dieter Althaus, brachte stattdessen die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens ins Gespräch. 800 Euro des auch als Bürgergeld bezeichneten Unterhalts sollen das kostspielige Sozialsystem ersetzen. Was noch vor wenigen Monaten unmöglich schien: So verschiedene Parteien wie CDU und Grüne, Linkspartei und sogar die marktliberale FDP entwickeln derzeit alternative Konzepte. Mit prinzipieller Ablehnung reagiert allein die SPD.
Die Rede von Bundeskanzler Gerhard Schröder vom 14. März 2003, in der das Staatsoberhaupt ankündigte, statt der Arbeitslosigkeit künftig die Arbeitslosen zu bekämpfen, nimmt der Jesuitenpater Friedhelm Hengsbach zum Ausgangspunkt seiner Abrechnung Das Reformspektakel : warum der menschliche Faktor mehr Respekt verdient.. “Der Mensch, den die Agenda 2010 im Blick hat, gleicht einem Zerrbild real existierender Menschen.” Zum Thema der Rentenanpassung heißt es: “Was unter Bundeskanzler Kohl als Kahlschlag gebrandmarkt wurde, gilt inzwischen als Reformprojekt.” Das allgemeine wirtschaftsliberale Denken ist gegen Kritik resistent: “Es ließ sich vom Widerspruch empirischer Konjunkturanalysen, Kreislaufdiagnosen, nachfrageorientierter Szenarien sowie vom Nachweis tatsächlicher Wechselwirkungen der monetären und realwirtschaftlichen Sphäre nicht beeindrucken.

Tomlinson, John/ Schooneveldt, Simon/ Harrington, Penny: Australian Workers and Unions Should Support Basic Income, 18.11.05

The journey to a full universal Basic Income is essentially the search for the answer to just one question: “How do we best meet the income support needs of all who find they are without the capacity to provide for themselves?” This paper will try to answer that question.

Introduction

 

Nattrass, Nicoli: AIDS, Disability and the Case for a Basic Income Grant in South Africa, 18.11.05

AIDS gehört zu den heimtückischsten bekannten Krankheiten. Besonders in afrikanischen Ländern prägt sie stark das Gesellschaftsbild. In Ländern wie Südafrika, die AIDS-Erkrankten finanzielle Unterstützung gewähren, ist immer wieder zu beobachten, dass besonders arme Menschen sich über eine AIDS-Erkrankung in der Familie freuen. AIDS wird dann zu einem Argument für die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens, um bewusst herbei geführte Erkrankungen zu verhindern.
Nicoli Natrass untersuchte die Bedingungen für die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens in Südafrika.

Howard, Michael W.: Is a Generous Basic Income Compatible with Open Borders?, 18.11.05

Die Forderung nach der Einfuhrung eines bedingungslosen Grundeinkommens wurde besonders in den letzten beiden Jahrzehnten kontrovers diskutiert. Dass es sich dabei nicht nur um ein Problem der Finanzierung handelt, sondern auch Entwicklungen deutlich größeren Ausmaßes losgetreten werden können, macht Michael W. Howard deutlich.