Über Leon de Winters ‘Place de la Bastille’

Besprochenvon Leif Allendorf

Paul de Wit ist Geschichtslehrer und wohnt mit seiner Frau Mieke und den Töchtern Hanna und Mirjam in Amsterdam. Neben dem Beruf arbeitet er seit Jahren an einem Buch über die gescheiterte Flucht Ludwigs XVI. nach Varennes während der französischen Revolution. Als Historiker stellt er darin die These auf, dass die Geschichte nicht von Zwangsläufigkeiten, sondern von Zufällen bestimmt wird. Im Laufe der Romanhandlung wird jedoch immer deutlicher, dass ihn diese Überzeugung vor allem als Privatperson beschäftigt. Denn in Form des Holocaust hat die Weltgeschichte in sein Leben besonders brutal eingegriffen.