Nowotnick, Michaela: Genau wie im richtigen Leben? Im Simulationsspiel Die SIMs wird Kreativität nur simuliert, 11.04.05

Die Trennlinie zwischen virtueller Realität und Wirklichkeit ist immer weniger zu erkennen. Simulationsspiele wie Die Sims haben einen so großen Teil der Wirklichkeit absorbiert und zu eigenen Zwecken umgewandelt, dass das Spiel mittlerweile auch eine große Wirkung nach außen hat. Michaela Nowotnick in einer kritischen Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten der virtuellen Realität.

Als zu Beginn des 20. Jahrhunderts die ersten zimmergroßen Rechenmaschinen gefertigt wurden[1], ahnte wohl noch niemand, wie sehr sie das Bild des modernen Menschen einmal prägen würden. Nicht umsonst spricht man heute, 70 Jahre später, vom Computerzeitalter. Mit den alten Rechenmaschinen haben die derzeitigen Geräte kaum noch etwas gemein, vielmehr bergen sie in ihrem Inneren eine unendliche Vielzahl von Möglichkeiten auf unterschiedlichsten Gebieten. Sie haben unsere Gesellschaft durchdrungen und ihr ein anderes Aussehen gegeben. Kaum ein Prozess des modernen Lebens ist heute ohne den Einsatz von Computern denkbar,ehemals reale Vorgänge finden verstärkt auf digitaler Basis statt. So ist es mittlerweile selbstverständlich, seine Geldgeschäfte über das Internet abzuwickeln, sich Grüße nicht mehr auf Papier oder durch persönlichen Kontakt, sondern digital, in Form von SMS und e-Mail zu übersenden. Die Grenze zwischen der Rechner generierten, virtuellen Welt und der Realität scheint immer mehr zu verschwimmen. Simulationen im Sinne der Darstellung von Eventualitäten der Realität sind durch die Geschichte der Menschheit hinlänglich bekannt, mit der Entwicklung von Computern erfahren sie eine neue Dimension.

Halatsch, Marc-Pawel: Über das PC-Spiel ‘Doom 3’, 21.02.05

Jeder, der seinen PC auch zum Spielen benutzt, kennt sie. Fast jeder wird zumindest einmal solch ein Spiel getestet haben. Und für viele sind sie die Inkarnation von PC-Spielen schlechthin: Die Rede ist von Ego-Shootern. Kaum ein Genre im Computerspielbereich erfreut sich einer größeren Fangemeinde als jenes, in dem man in der Ich-Perspektive eine virtuelle Welt erkundet und dabei so ziemlich alles über den Haufen ballert, was einem vor die Flinte läuft.